Veröffentlichungen

Gründungserklärung der Antifaschistischen Aktion Süd (2022)

Wir sind die Tübinger Ortsgruppe der Antifaschistischen Akion Süd. Die Antifaschistische Aktion Süd ist eine überregionale, antifaschistische Organisation, bestehend aus derzeit acht Ortsgruppen in Süddeutschland. Wir haben uns nach jahrelanger gemeinsamer Arbeit und Vernetzung Ende 2021 zu einer Organisation zusammengeschlossen. Unser Ziel ist es, Faschist:innen, Reaktionäre, ihre Organisationen sowie die allgemeine gesellschaftliche Rechtsentwicklung konsequent und nachhaltig zu bekämpfen.

Die Gründungserklärung findet ihr HIER

Unser Verhältnis als Antifaschist:innen zu bürgerlichen Wahlen: Unsere Wahl 365 Tage im Jahr auf zu antifascist actions! (2021)

Dieses Jahr fanden für uns als Antifaschist:innen in Süddeutschland gleich zwei wichtige Wahlen statt. Beide stehen dabei im Kontext der kapitalistischen Corona Krise und der Frage, auf wessen Rücken diese Krise ausgetragen wird. Wir möchten diese politisch besonders stark aufgeladene Zeit nutzen, um die Funktion von Wahlen im Kapitalismus und unser Verhältnis dazu als antifaschistische Bewegung mit Klassenstandpunkt zu diskutieren und einige grundlegende Fragen zu klären. Der Text kommt zugegebener Maßen etwas spät, aber: nach den Wahlen ist vor den Wahlen und wahrscheinlich verliert er erst mal nicht an Aktualität.

Macht es Sinn, dass wir als Antifaschist:innen wählen und wenn ja, wen? Sollten wir uns überhaupt mit bürgerlichen Wahlen auseinandersetzen, wenn sich durch sie am kapitalistischen System sowieso nichts ändern wird? Welche Rolle spielen bürgerliche Wahlen und der Wahlkampf für uns als antifaschistische Bewegung? Weiterlesen

Flugblatt zu notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und einem bewussten Umgang mit staatlicher Repression. (2020)

Am Morgen des 02. Juli 2020 durchsuchten die Bullen Wohnungen im Großraum Stuttgart, Tübingen und Karlsruhe. Seit dem sitzt unser Genosse Jo in Stammheim in U-Haft. Begründet wurden die Razzien mit einer Auseinandersetzung zwischen Antifaschist*innen und drei Faschisten des Vereins „Zentrum Automobil“. Diese waren auf dem Weg zu einer der Corona-Demos auf dem Canstatter Wasen, als konsequente Antifas ihnen dies verunmöglichten. Hinter „Zentrum Automobil“ steckt ein faschistischer Verein, der sich zwar selbst Gewerkschaft nennt, damit aber absolut nichts zu tun hat. Deren eigentlicher Zweck, der Schutz von Rassisten und Nazis in den Betrieben, wird nie vereinbar sein mit dem Kampf für die Rechte von uns Arbeiter*innen. Weiterlesen

Ein gemeinsamer Kampf: Gewerkschaften und antifaschistische Bewegung können nur gemeinsam erfolgreich sein! (2020)

Frühsommer 2020 in Stuttgart: Nazis der „Identitären Bewegung“ klettern auf das Stuttgarter Gewerkschaftshaus, um medienwirksam gegen den DGB zu hetzen – kurz zuvor versuchte die faschistische Scheingewerkschaft „Zentrum Automobil“ GewerkschafterInnen und KollegInnen, die sie als Teil ihres Feindbildes „Antifa“ begreift, in der Öffentlichkeit zu brandmarken. Propaganda und Drohungen von Rechts gegen diejenigen, die sich für die Interessen von Belegschaften einsetzen und sich gegen rassistische Spaltung wehren, sind aber nichts Neues in der Geschichte. Und wohin das führen kann, wissen wir: Heute beginnt es mit einer Propaganda-Besetzung des Stuttgarter DGB-Hauses, das dem Antifaschisten und KZ-Gefangenen Willi Bleicher gewidmet ist. Am 2. Mai 1933 endete es mit der Erstürmung der Gewerkschaftshäuser durch die SA und die Festnahme der GewerkschafterInnen. Es liegt an uns, die Warnsignale frühzeitig zu erkennen und zu handeln! Weiterlesen

Wandzeitung zum 8. Mai (2020)

In der Nacht auf den 8. Mai haben antifaschistische Aktivist*innen 75 Wandzeitungen, welche sich mit dem 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus an der Macht befassen, an verschieden Orten in der Stadt angebracht. Auch 75 Jahre später verliert der Kampf gegen Faschismus nicht an Wichtigkeit – im Gegenteil. Rechter Terror wie in Hanau, Halle oder Kassel zeigt, dass auch heute noch konsequent gegen rechte und faschistische Umtriebe vorgegangen werden muss und wir noch weit davon entfernt sind vom Übel des Faschismus befreit zu sein. Von selbst wird sich daran auch nichts ändern – Antifa bleibt Handarbeit.

Mit Faschisten für Freiheitsrechte? (2020)

Seit einigen Wochen formiert sich, angetrieben vom Unmut über die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, in vielen Städten der Bundesrepublik eine neue politische Bewegung. Sie nennen sich „Hygiene-Demo“, „Widerstand2020“, „Corona-Rebellen“ oder „Querdenken“. Nicht alle Gruppen sind vernetzt oder beziehen sich aufeinander, dennoch teilen sie mehr als den diffusen Unmut. Es sind vor allem das von Abstiegsängsten geplagte Kleinbürgertum und (kulturell) abgehängte Teile der Unterschicht, die sich hier mit allerhand reaktionären politischen Randgruppen auf der Straße treffen. Weiterlesen

Staat und Nazis Hand in Hand?

Mit der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) im Herbst 2011, wurde gleichzeitig ein breites Unterstützernetzwerk aufgedeckt. Die Sicherheitsbehörden hatten bis zu 43 Spitzel im Umfeld der Terrorgruppe. Der Staat steckte also knöcheltief im rechten Terror. Dass nicht nur die Justiz auf dem rechten Auge blind ist, sondern auch die Exekutive willentlich mit militanten Neonazis zusammenarbeitet, schockte breite Teile der Zivilgesellschaft. Die linke Parole „Staat und Nazis Hand in Hand, organisiert den Widerstand!“ wurde für viele Menschen nachvollziehbar. Weiterlesen

Flyer zu den Kommunal- und Europawahlen 2019

Am 26. Mai 2019 stehen die Kommunal – und Europawahlen an. Gemeinsam mit anderen Gruppen haben wir einen Flyer herausgegeben, der eine erste Sensiblität schaffen soll!
Ihr könnt euch den Flyer selbst ausdrucken, oder ihr schreibt uns eine Mail an antifaaufbautue@mtmedia.org um ihn zuerhalten!

Neuer Wind von Rechts! – Eine Broschüre über den 3. Weg

Seit 2013 existiert eine weitere faschistische Struktur in Deutschland: Die Partei „Der III. Weg“. [Broschüre] Sie ist vor allem in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen aktiv. Dort bildet sie sogenannte „Stützpunkte“ und dient als Nachfolgeorganisation für verbotene Nazi – Gruppen.
In Baden-Württemberg ist „Der III. Weg“ vor allem in der Region um Göppingen und Rottenburg am Neckar aktiv. Nun beginnen Sie Ihre Aktivitäten auch im Raum Reutlingen zu intensivieren.